Wir trauern um unseren geliebten Aaron

Es war Liebe auf den ersten Blick als ich ihn vor drei Jahren aus dem Tierheim holte. Er war gerade vier Jahre alt und hatte keine schöne Vergangenheit vorzuweisen.

 

Er lernte bei mir sehr schnell, war immer neugierig, verschmust und verspielt, aber stets folgsam.  Sein größter Wunsch, so schien es, war mir zu gefallen und alles richtig zu machen. Mit wehenden Fahnen und erhobenen Hauptes lief er dann

immer voraus.

 

Ins bestehende Rudel ordnete er sich gleich ein. Aaron übernahm selbstständig

die Aufgabe als Bewacher und Beschützer von Haus, Garten, Enkelkinder bis hin zum Perserkater.


Er liebte unsere langen Spaziergänge, vor allem wenn es etwas zu erjagen galt. Ansonsten animierte er nicht nur sein Rudel zum Spielen, gegenseitigen Fangen

und Tollen, nein, auch Freunde und Bekannte die einem begegneten, wurden mit einbezogen. Bei Abruf aber immer bei Fuß.
Er verstand es, dass auch fremde Menschen ihn gleich in ihr Herz einschlossen
.

 

Was er noch liebte? Wasser! Egal ob Pfütze, Bach oder See, er stürzte sich zu

jeder Jahreszeit ins vorhandene Nass und konnte dies sichtlich genießen.

 

Ein unglaubliches Theater vollzog er immer nur dann, wenn ich anfangs Nachts

ohne ihn in meine Sternwarte im eigenen Garten ging. Er versuchte dann immer,

die Terrassentür zu öffnen und sperrte mich dabei aus. Auch bellte er so lange,

bis ich ihn schließlich zu mir raus ließ. In der Sternwarte legte er sich zu mir hin

und da schlief er auch. Aber wehe ein Igel oder eine Maus schlichen draußen

durch das Gras, dann sprang er knurrend raus um die unliebsamen Gäste zu vertreiben. Er musste ja sein Herrchen beschützen.

 

Nach nur drei wunderschönen Jahren für und mit ihm, dann sein plötzlicher Zusammenbruch. Diagnose „geplatzter Milztumor“.

Nach erfolgreicher Milzentfernung war er bereits nach zwei Tagen wieder ganz

der Alte. Jeder der ihn kannte sagte: „Er hat es geschafft.“

Zehn Wochen nach seiner Operation ging es ihm plötzlich wieder schlecht. An diesem Tag wollte er mich auch nicht zur Arbeit lassen. Ein Anruf bei der Tierärztin veranlasste mich, sofort die Praxis aufzusuchen.


Als Frau Dr. Spennemann nach einer gründlichen Untersuchung nur noch den Kopf schüttelte, hatte ich die schwerste Entscheidung in meinem Leben zu treffen.

Jetzt musste ich meinen treuen Wegbegleiter Aaron gehen lassen.

 

Er schlief ganz ruhig und sanft in meinen Armen ein.

 

Es gäbe noch so viel Tolles über ihn zu erzählen, aber dies bringt ihn auch nicht mehr zurück. Sein Gang zur Regenbogenbrücke hat in mir eine große Leere hinterlassen.


Aaron wird für immer einen großen Platz in meinem Herzen einnehmen.