Wir trauern um unseren geliebten Bronco

Als Bronco am 19.Feb.2005 bei uns einzog, war er noch ein klein wenig schüchtern. Dies sollte sich aber schnell ändern. Alles was in seiner Reichweite war, wurde herausgezerrt, verteilt und zerkaut. Selbst unsere Neufundländer-Mix-Hündin war nicht mehr sicher. Er biss sie in Lefzen, Ohren, Beine und Schwanz, so dass diese immer das Weite suchte, wenn er erschien.

In der Welpenschule, anfangs leicht verunsichert aber nach zweimaligem Besuch, ein kleine Rambo . Im Alter von etwa einem Jahr, wurde er dann „ruhiger“.

 

Mit knapp 3 Jahren und seinen 72 cm Stockhöhe bei 52 kg Muskelmasse,  ging er jeder Auseinandersetzung aus dem Weg. Er bekam von den Ausbildern das Prädikat: „vorbildliches Sozialverhalten“. Einzige Ausnahme, als er von einem Kangal angegriffen wurde und diesen dann in die Flucht schlug.

Die zwei Collie-Welpen, Aico und Dyson, welche wir uns ebenfalls anschafften, wurde von ihm mit vorbildlicher Fürsorge empfangen. Er kümmerte sich um diese als seien es seine Eigenen.

Auch Aaron, welcher im Alter von 4 Jahren zu mir kam, wurde von ihm vorbildlich in sein Rudel aufgenommen. Ohne Rangelei zeigte Bronco wer der Rudelführer ist.

Beim Spazieren gehen achtete er auch immer, dass das Rudel zusammen blieb. Kam ein etwas unfreundlicher Hund, begab er sich dazwischen um sein Rudel zu beschützen.

 

Bronco lernte sehr schnell, war stets neugierig, verschmust und immer zum spielen bereit. Er war vom ersten bis zum letzten Tag  extrem auf mich fixiert. Auch beim Tierarzt ließ er sich in meinem Beisein,  ohne Narkose und Maulkorb,  einen Nasen- sowie Blasenkatheder  einführen sowie auch einen im oberen Hals verkanteten Stock entfernen.

 Oft hatte ich den Eindruck, er könne meine Gedanken lesen und wisse, dass ich für ihn nur sein Bestes wolle.

Was er besonders liebte war sein Gummistock. Dieser musste überall mit dabei sein und wenn möglich,  diesen zu suchen oder apportieren. Genauso toll für Bronco war es, wenn ich mit dem Wasserschlauch unsere  Blumen und Sträucher goss. Jetzt war es für ihn das Größte, den Wasserstrahl zu fangen und versuchen, diesen zu zerbeißen.

 

Im Alter von  elf Jahren, begann dann der gesundheitliche Abstieg.

Erst bekam er Giardien und gleich zwei Monate später,  ein Fibrosarkom (Weichteil-Tumor). Diesem Tumor konnte man beim Wachsen zuschauen. Er wuchs von Samstagfrüh 11 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr, von der Größe eines Stecknadelkopfes auf Tennisballgröße an.

Kaum operiert und verheilt, begann er, sich an seinen  Beinen und Bauch extrem zu kratzen und zu schlecken. Übeltäter waren die Sarcoptes-Milben, besser als Füchsräude bekannt.

Als diese dann behandelt waren durfte  er noch 3 Monate beschwerdefrei sein.

Jetzt erkrankte er an  Myelopathie (Schäferhundekrankheit), bei welcher die Nervenzellen vom Rückenmark zerstört werden.

Eines Abends war er plötzlich so geschwächt, das er nicht einmal mehr zum Pippi machen aufstehen konnte. Jetzt kam noch blutiger Durchfall hinzu welches ihn noch mehr schwächte. Sein Blick am nächsten Tag sagte alles. Ich rief den Tierarzt welcher auch erschien und mir meine Annahme bestätigte. Es war an der Zeit, Bronco über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen.

 

Bronco schlief dann ganz ruhig und entspannt in meinen Armen ein.

 

Bronco war ein Traumhund. Er funktionierte zu 99,9%.

 

Sein Gang über die Regenbogenbrücke hinterlässt in mir eine große Leere.

Bronco Du wirst für immer einen Platz in meinem Herzen einnehmen.